Monolithische Ziegelbauweise überzeugt

Wohnheim für Senioren genügt modernsten Ansprüchen

Seniorenwohnanlagen sind anspruchsvolle Bauvorhaben – von der Planung bis zur Ausführung. Wie eine solche Einrichtung erfolgreich realisiert werden kann, zeigt ein Referenzbauvorhaben im hessischen Gelnhausen.

Bild: Das Seniorenwohnheim Colemanpark gefällt durch seine moderne Bauweise. Es bietet 42 barrierefreie Wohnungen und zahlreiche stationäre Betreuungsplätze. Foto: Mein Ziegelhaus

Der Bau von Seniorenwohnheimen ist in Deutschland gesetzlich geregelt, da neben den besonderen baulichen Anforderungen auch medizinische Aspekte zu berücksichtigen sind. Bei Pflegeheimen erfolgt eine erste Unterscheidung nach dem zielgerichteten Einsatzbereich der Einrichtung. Zusätzlich schafft die Verordnung für bauliche Mindestanforderungen für Altenheime und Altenwohnheime sowie von Pflegeheimen (Heimmindestbauverordnung – HeimMindBauV) den behördlichen Rahmen. Das Gesetz wurde unter anderem vom Bundesministerium für Justiz und den Verbraucherschutzorganisationen entworfen und wird den aktuellen Bedürfnissen von Bewohnern und der Gesellschaft gerecht. Unter Berücksichtigung der gesetzlichen Anforderungen und den Vorgaben des Bauherrn entstand im hessischen Gelnhausen das Seniorenwohnheim Colemanpark.

Das Ziegelmauerwerk unterstützt ein stets angenehmes und gesundes Raumklima. Gerade in Seniorenwohnheimen ist diese Eigenschaft besonders wichtig. Foto: Mein Ziegelhaus

Die Lage

Das Seniorenzentrum, bestehend aus einem Pflegeheim mit Vollzeit-, Kurzzeit- und Tagespflege sowie einem Bistro, befindet sich in der Franklinstraße in der Nähe des Gelnhausener Stadtkerns. Das gesamte umliegende Areal einer ehemaligen amerikanischen Kaserne wurde in den vergangenen Jahren umgestaltet. Auf der rund 75.000 m² großen Fläche, errichtete man ein neues, attraktives Stadtviertel mit Eigentumswohnungen, Einfamilienhäusern und vielfältigen Gewerbeangeboten. Dort befindet sich auch das Seniorenwohnheim mit Pflegeheim und „Betreutem Wohnen“ der Martin Luther Stiftung Hanau. Durch die zentrale Integration in das städtebauliche Gesamtkonzept können die Bewohner aktiv am regionalen Leben teilnehmen.

Planung und Konzept

Im Rahmen der Planung musste Architektin Marianne Wittich vom Architekturbüro Klaus Heim zahlreiche gesetzliche Anforderungen mit der Aufgabenstellung des Bauherrn, die A.K. Bauträger KG, in Einklang bringen. Das Architekturbüro mit insgesamt 18 Mitarbeitern ist spezialisiert auf Hochbauprojekte, wie Pflegeheime und Schulen sowie die Umgestaltung denkmalgeschützter Gebäude. Energetisch wurde die Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV 2009) umgesetzt. Die DIN 4109 bildete den Rahmen für den Schallschutz. Der Brandschutz erforderte die Erstellung eines Brandschutzgutachtens, die Installation einer Brandmeldeanlage mit Aufschaltung zur Feuerwehr, einen Hauptfeuermelder und Feuerwehr-Laufkarten. Zusätzlich mussten Sicherheitslichter, eine Notstromversorgung sowie ein Schwesternnotruf integriert werden.

Der Bauherr erwartete ein betriebsfertiges Pflegeheim der Gebäudeklasse 3 – Gebäude mit einer Höhe bis zu sieben Metern – als ein Sonderbau nach Hessischer Bauordnung (HBO). „Der Bauherr wünschte zudem ein monolithisches Mauerwerk, da es sich um ein dreigeschossiges Gebäude mit Erdgeschoss und zwei Obergeschossen handelt“, so Architektin Wittich. „Auch wir sahen die Vorteile durch diese Bauweise und nach Prüfung der statischen Gegebenheiten, wurde diese Ausführung dann auch gewählt.“

Das Mauerwerk entstand mit dem ThermoPlan TS13 in einer Stärke von 36,5 cm von Mein Ziegelhaus. Stabilität, Wärmedämmung und Brandschutz erfüllen die Anforderungen an ein modernes Seniorenwohnheim. Foto: Mein Ziegelhaus

Ziel war es im vollstationären Bereich 39, im teilstationären Bereich zwölf und in der Tagepflege 15 Plätze sowie 42 seniorengerechte, barrierefreie Zwei- und Dreizimmerwohnungen zu errichten. Ein Andachtsraum, eine Gemeinschaftsterrasse, eine vollwertige Bistroküche und barrierefreie Balkone runden das Wohnheimkonzept ab. Zudem sollte das weitere Areal mit Grünflächen und Baumbepflanzung versehen werden.

Die Bauphase

Zur Verfügung stand den Planern ein Grundstück mit annähernd 3.000 m². Das neue Gebäude umfasst nun eine Fläche von 1.485 m² inklusive Stellplätzen. Das monolithische Mauerwerk entstand mit dem ThermoPlan TS13 in einer Stärke von 36,5 cm von Mein Ziegelhaus. Dieser Ziegel ist durch seine zulässige Druckspannung von 1,4 NM/m² (bei Festigkeitsklasse 10) besonders geeignet für den Bau von Mehrfamilienhäusern und den Geschosswohnungsbau. Seine Wärmespeicherfähigkeit erhöht den Wohnkomfort, sein Wärmedämmvermögen ist das wesentliche Element des Energieeffizienzkonzepts. Über die Einstufung in die Feuerwiderstandsklasse F90-A hinaus, besitzt der TS13 Brandwandqualität – eine wichtige Voraussetzung zur Einhaltung der Anforderungen an den Brandschutz bei diesen Gebäuden.

Ziegel besitzen des Weiteren Einfluss auf ein gesundes Raumklima. Gerade in Gebäuden, die von vorranging älteren Bewohnern genutzt werden, spielt dies ein wichtige Rolle. Ziegelmauerwerk ist diffusionsoffen und verfügt damit über ein ideales Feuchteverhalten. Wenn sich wie etwa im Frühjahr warme Außenluft an kalten Bauteilen niederschlägt, könnte sich ein Nährboden für gefährlichen Schimmel entwickeln. Der Ziegel jedoch nimmt die Feuchtigkeit auf und gibt sie verzögert wieder ab. Damit bleiben die Oberflächen der Wände zu jeder Jahreszeit trocken. Es herrscht stets ein angenehmes und gesundes Raumklima. Aufgrund ihrer natürlichen Bestandteile Lehm und Ton sind Ziegel zudem allergenfrei und setzen keinerlei Giftstoffe frei.

Der Bau von Seniorenwohnheimen ist in Deutschland gesetzlich geregelt, da neben den besonderen baulichen Anforderungen auch modernste medizinische Aspekte zu berücksichtigen sind. Foto: Mein Ziegelhaus

„Die Verwendung des speziell für den Wohnungsbau konzipierten ThermoPlan TS13 ermöglicht sowohl eine wirtschaftliche attraktive Lösung als auch hohe Leistungen in Bezug auf Energieeffizienz und Stabilität und sorgt für ein angenehmes Raumklima im Seniorenwohnheim Colemanpark“, sagt Dipl.-Ing. Hans Peters, Geschäftsführer von Mein Ziegelhaus. „Der TS13 kombiniert damit die baulichen Anforderungen seitens des Gesetzgebers und des Bauherrn mit den Komfortansprüchen der Bewohner.“

Das Architekturbüro Klaus Heim konnte nach Abschluss der Bauphase in Bezug auf das Preis- / Leistungsverhältnis einen Erfolg vermelden. Mit Baukosten in Höhe von 1.500 € / m² gelang es, das moderne Seniorenwohnheim auch wirtschaftlich außergewöhnlich erfolgreich zu errichten.

Adresse

Mein Ziegelhaus GmbH & Co. KG
Rheinufer 108
D-53639 Königswinter

Tel.: 02223 29667-80
Fax: 02223 29667-81
E-Mail: info@meinziegelhaus.de

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