Blower-Door-Verfahren

Luftdicht wird die Gebäudehülle durch eine Luftdichtigkeitsschicht. Diese verhindert die Luftströmungen von innen nach außen und umgekehrt. Sie liegt meist auf der warmen Seite der Konstruktion und übernimmt oft die Funktion der Dampfsperre oder -bremse.

Winddicht bedeutet, dass Luftströmungen von außen in den Dämmstoff hinein und wieder nach außen durch eine Dämmschutzschicht verhindert werden. Sie liegt im äußeren Bereich der Konstruktion. Häuser aus ThermoPlan-Ziegeln sind bereits von Natur aus winddicht.

Warum ist die Überprüfung der Luftdichtigkeit sinnvoll?

  • Vermeidung von Bauschäden
  • höherer Wohnkomfort
  • besserer Schallschutz
  • höhere Luftqualität
  • verringerter Heizenergiebedarf
  • Nachweis Ihrer Bauqualität
  • Wirkung der Dämmstoffe sicherstellen
  • Wirkung der Lüftungsanlage sicherstellen
  • Erhöhter Energieverbrauch durch zu großen Luftwechsel

Luftdichtheit ist aus bauphysikalischen Aspekten erforderlich. Strömt warme und feuchte Raumluft durch die kältere Wandkonstruktion, kann es zur Kondensation eines Teils der Luftfeuchtigkeit kommen. Die Folge sind:

  • Durchfeuchtung der Konstruktion in der Umgebung der Undichtigkeit
  • Schimmelpilzwachstum (gesundheitsschädliche Schimmelpilzsporen können durch Luftzirkulation in der Wohnung verteilt werden)

Luftdichtheit ist auch aus hygienischen Aspekten erforderlich:

  • Luft aus der Umgebung und aus Nachbarwohnungen darf nicht über Leckagen in die Wohnung einströmen
  • Luftdichtheit ist eine Voraussetzung für gute Schalldämmung

Messung nach dem Blower-Door-Verfahren

Zur Messung der Luftdichtheit einer Wohnung oder eines Gebäudes wird das blowtest®-Prüfgerät in die Öffnung einer Tür oder eines Fensters dicht eingebaut. Durch den integrierten, drehzahlgeregelten Ventilator wird im Gebäude eine Druckdifferenz (50 Pa) erzeugt.

Es sollten alle Ecken, Türen, Fenster, Steckdosen, Durchdringungen in der luftdichten Ebene und Übergänge von verschiedenen Materialien untersucht werden.

  • die meisten Leckagen sind mit der Hand gut fühlbar
  • die Luftgeschwindigkeit der einzelnen Leckagen kann mit einem Thermo-Anemometer gemessen werden
  • mit einer Thermographiekamera können die Leckagen visualisiert werden
  • die Wege der Leckageluft können mit einem Nebelgenerator verfolgt werden
  • größere Einzellecks müssen auf jeden Fall abgedichtet werden

Nach Ablauf der automatischen Messung werden im Display alle relevanten Messwerte (Luftwechselrate bei 50 Pascal n50, Leckagevolumenstrom V50, Innen- und Außentemperatur, natürliche Druckdifferenz Dpo, atmosphärischer Luftdruck pbar, gemessene Druckdifferenz pm) angezeigt. Die von der DIN geforderten Korrekturen (z. B. Luftdichte) sind bereits von der Software durchgeführt.

Gerne erstellen wir auf Anfrage EnEV-Nachweise und führen Blower-Door-Messungen durch (gegen Berechnung).